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Kein Freigabeschreiben des Arbeitgebers? 🚫 KEIN ARBEITSVISUM! 🚫

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Sollte ein Freigabeschreiben des früheren Arbeitgebers für ein neues Arbeitsvisum in China zwingend erforderlich sein?

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KEIN FREIGABESCHREIBEN DES ARBEITGEBERS, KEIN VISUM?

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Arbeit für einen Arbeitgeber in China stark von einem Beschäftigungsverhältnis im Westen unterscheidet. Regeln, Verhaltenskodex und selbst der Eintritt in ein Unternehmen sowie dessen Verlassen sind anders. Im Westen kennen wir den Karton zum Einpacken persönlicher Gegenstände nach einer Entlassung oder einen schnellen Abschied bei Kündigung oder Ruhestand. Meist gibt es keine Beschränkungen, wenn Beschäftigte neue Chancen ergreifen möchten; manche Arbeitgeber freuen sich sogar über ihre Entwicklung und eine bessere Stelle. In China ist ein Expat dagegen nach einer Entlassung oder eigenen Kündigung häufig vom früheren Arbeitgeber abhängig, bis der Wechsel zur neuen Stelle vollständig abgeschlossen ist. Viele Arbeitgeber betrachten eine Kündigung während der Vertragslaufzeit als ernste Bedrohung. Manche erschweren aus Trotz den Übergang von einer Stelle zur nächsten. Englisch-Trainingszentren sind für dieses Verhalten besonders bekannt.

Beim Wechsel von einer Stelle zur nächsten hat sich ein Dokument als besonders wichtig erwiesen: das „Freigabeschreiben des früheren Arbeitgebers“. Nach dem Gesetz soll der Arbeitgeber einem Beschäftigten beim Ausscheiden ein solches Schreiben aushändigen. Es gab jedoch zahlreiche Fälle, in denen Arbeitgeber das Dokument bewusst zurückhielten, um den Visumwechsel ihrer Beschäftigten zu einer neuen Stelle zu behindern.

WAS GENAU IST EIN FREIGABESCHREIBEN?

Dieses Schreiben wird vom früheren Arbeitgeber ausgestellt und mit dem offiziellen Firmenstempel versehen. Es bestätigt, dass Sie rechtmäßig für die betreffende Einrichtung gearbeitet haben, nennt Beginn und Ende des Vertrags, empfiehlt Sie für eine andere Stelle und bescheinigt ein ordnungsgemäßes Beschäftigungsverhältnis. Das Freigabeschreiben ähnelt einem Arbeitszeugnis oder Referenzschreiben in westlichen Ländern.

WARUM IST DIESES FREIGABESCHREIBEN BEIM STELLENWECHSEL SO WICHTIG?

Viele Expats erleben Chinas Regeln und Vorschriften als Teil eines strengen, häufig unflexiblen Systems. Obwohl jeder Visumfall anders ist und entsprechend behandelt werden müsste, lehnen Visumbeamte nach den Erfahrungen zahlreicher Expats einen Antrag oft ab, wenn er zu kompliziert erscheint oder nicht in das vorgegebene Antragsschema passt. Für ein chinesisches Arbeitsvisum bei einem neuen Arbeitgeber ist eine Reihe von Unterlagen vorzulegen; dazu gehört das Freigabeschreiben. Ebenso wie derzeit ein Bachelorabschluss verlangt wird, müssen Beschäftigte bei einem neuen Visum oder einer Verlängerung mit einem anderen Unternehmen ein Freigabeschreiben einreichen.

PROBLEME MIT DEM FREIGABESCHREIBEN

Wir verstehen, weshalb Visumbehörden ein Freigabeschreiben verlangen. Bei einem kooperativen früheren Arbeitgeber kann es für Beschäftigte zweifellos wertvoll sein. In vielen Fällen verursacht es Expats jedoch mehr beruflichen Schaden als den ursprünglich beabsichtigten Nutzen. Wo Arbeitgeber für die Ausnutzung ihrer Beschäftigten selten belangt und Regeln kaum an unterschiedliche Visumfälle angepasst werden, wird vielen Expats ein neues Arbeitsvisum beim künftigen Unternehmen verweigert, weil der frühere Chef das Freigabeschreiben nicht ausstellt.

Eine Expatin in Shanghai, der aus diesem Grund ebenfalls ein Arbeitsvisum verweigert wurde, hatte ihre frühere Stelle verlassen und wechselte gerade zu einem anderen Unternehmen, als ihr ehemaliger Chef beschloss, ihr das Freigabeschreiben nicht auszustellen. Beim Antrag auf das neue Visum wurde ihr mitgeteilt, dass sie ohne das Freigabeschreiben ihres früheren Arbeitgebers kein neues Arbeitsvisum erhalten könne.

Was geklärt werden muss –

Beschäftigte sind ihren Arbeitgebern damit weitgehend ausgeliefert. Viele Arbeitgeber nutzen Expats aus, die ihre Rechte nicht kennen, ohne dafür belangt zu werden. Visumbehörden wenden die Regeln nach den geschilderten Erfahrungen kaum flexibel auf Einzelfälle an, und vielen Expats wird ein Arbeitsvisum verweigert, weil sie von ihrem früheren Arbeitgeber kein Freigabeschreiben erhalten konnten.