
12. Januar
Hinweis: Dies ist ein bearbeiteter Artikel von Kudosbay酷豆湾. Zum Originalartikel
Eine Visumüberziehung oder ein illegaler Aufenthalt liegt vor, wenn eine Person mit einem gültigen Visum oder einer gültigen Aufenthaltserlaubnis eingereist ist, aber nach deren Ablauf im Land bleibt.
Reist eine ausländische Person beispielsweise am 20. August mit einem 30-Tage-Visum nach China ein, muss sie das Land spätestens am 19. September verlassen. Hält sie sich am 20. September ab 00:00 Uhr noch in China auf, gilt das Visum als überzogen.
Einige haben gefragt: „Was ist, wenn mein Flug am 20. September um 1:00 Uhr startet, ich aber bereits am 19. September um 21:00 Uhr durch die Ausreisekontrolle gehe?“
Die Antwort lautet: „Dann gilt Ihr Visum als überzogen, weil die planmäßige Abflugzeit auf Ihrem Ticket nach Ablauf Ihres Visums liegt. Ohne das Verfahren für eine Visumüberziehung können Sie die Ausreisekontrolle daher nicht passieren.“ Ist der Abflug dagegen für den 19. September um 23:00 Uhr geplant und verschiebt die Fluggesellschaft ihn wegen einer Verzögerung auf den 20. September um 01:00 Uhr, gilt dies nicht als Visumüberziehung.

Manche behaupten, es gebe bei einer Visumüberziehung eine Kulanzfrist. Das ist falsch. Für die Überziehung eines Visums gibt es in China ABSOLUT KEINE Kulanzfrist; sie gilt als schwerwiegender Verstoß. Wenn Sie Ihr Visum höchstens ein oder zwei Tage überzogen haben, kann möglicherweise Nachsicht gewährt werden, wenn Sie sich bei der Ein- und Ausreiseverwaltung des örtlichen Amts für öffentliche Sicherheit melden, sich entschuldigen und die Gründe erläutern. Bleiben Sie höflich, bitten Sie um Nachsicht und stellen Sie eine Entscheidung keinesfalls streitlustig infrage. Sie befinden sich bereits im Unrecht und würden Ihre Lage nur verschlimmern.
Wenn Sie Ihr Visum überzogen haben, richtet sich die Schwere der Strafe nach der Dauer der Überziehung.

1. Ist die Überziehung kurz (höchstens einen Monat), erhalten Sie eine Verwarnung, müssen eine Geldstrafe zahlen und bekommen möglicherweise ein Ausreisevisum. Die Geldstrafe beträgt 500 RMB pro Tag, höchstens jedoch 10.000 RMB. Die Geldstrafe muss bar oder mit einer chinesischen Bankkarte bezahlt werden. Im Ausland ausgestellte Karten werden nicht akzeptiert.
2. Beträgt die Überziehung mehr als einen Monat, sind die Folgen schwerwiegender: Sie werden für fünf bis 15 Tage in Gewahrsam genommen und anschließend in Ihr Heimatland abgeschoben. Noch schlimmer: Sie riskieren, auf eine Sperrliste gesetzt oder sogar für bis zu zehn Jahre von der Einreise nach China ausgeschlossen zu werden. Ganz abgesehen davon kann ein solcher negativer Eintrag Visumanträge für andere Länder beeinträchtigen, da er in einer Datenbank erfasst wird, die von Botschaften und Konsulaten weltweit gemeinsam genutzt wird.
Wenn Sie sich tatsächlich unerlaubt über die Gültigkeitsdauer Ihres Visums hinaus in China aufhalten, sollten Sie sich so bald wie möglich bei der örtlichen Polizeidienststelle melden, die Geldstrafe bezahlen und anschließend eine Ausreisegenehmigung beantragen.
Welche Folgen genau eintreten, entscheidet die für Ihren Fall zuständige Amtsperson. Im zweiten Fall kann beispielsweise dieselbe Strafe wie im ersten Fall verhängt werden, sie kann aber auch deutlich härter ausfallen. Berücksichtigt werden können außerdem die Art Ihres Visums, Ihre Visum- sowie Ein- und Ausreisehistorie, Ihre Staatsangehörigkeit, Ihr Auftreten und Ihr Umgang mit der Situation.
Beachten Sie: Deutsche, Amerikaner, Briten und Staatsangehörige vieler anderer Länder können mit ihrem Reisepass visumfrei in viele Länder einreisen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Einreise garantiert ist, sondern nur, dass für Kurzaufenthalte kein Visum erforderlich ist. Grenzbeamte können die Einreise dennoch verweigern. Ist Ihr Fall aus China in einer Datenbank erfasst, kann dies bei Reisen in andere Länder zusätzliche Probleme verursachen.

Um eine Visumüberziehung zu vermeiden, sollten Sie das Einreisedatum anhand des Einreisestempels im Reisepass und die Gültigkeitsdauer Ihres Visums im Blick behalten. Planen Sie Ihre Abreise mindestens zwei oder drei Tage früher, damit Flugverspätungen oder -ausfälle nicht zu einer Überziehung führen.
Wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, sollten Sie genügend Zeit für die Einreichung und den Erhalt der erforderlichen Unterlagen einplanen, bevor Sie die Aufenthaltserlaubnis erneut beantragen. Beachten Sie, dass die Anforderungen je nach Stadt unterschiedlich sind.
In manchen Städten, etwa Shanghai, ist es unproblematisch, solange der Antrag auf Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis vor deren Ablauf eingereicht wird. In anderen Städten muss das gesamte Verfahren bereits vor dem Ablaufdatum abgeschlossen sein. Außerdem muss der Verlängerungsantrag seit Anfang dieses Jahres 30 Tage vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis eingereicht werden; manche Städte setzen diese Vorgabe strenger durch als andere.
Quelle: Ikbal &Julian vonKudosbay酷豆湾
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Originalbeitrag zuerst im offiziellen WeChat-Account ExpatRights veröffentlicht:
