Dass LAOWAI „WEISS“ bedeutet, wird in einem sehr häufigen Szenario deutlich: Einige chinesische Freunde bemerken plötzlich eine ausländische Person in der Nähe.
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Wenn er weiß ist, sagen sie „LAOWAI!“
Wenn er Schwarz ist, sagen sie „HEIREN“.
Wenn er braun oder indisch ist, sagen sie vielleicht „YIN DU REN“.
Wenn er Asiate ist, ist er definitiv KEIN Laowai!
Bei einem Chinesisch-Treff in Hangzhou fragte ich mehrere chinesische Freunde, ob LAOWAI „WEISS“ bedeutet, und die meisten stimmten mir zu. Einer betonte sogar, das stereotype Bild eines Laowai sei „goldenes Haar und weiße Haut“. Eine andere Freundin erzählte eine sehr aufschlussreiche Geschichte.
Über einer Kollegin zog kürzlich ein neuer Nachbar ein. Als sie meiner Freundin davon erzählte, beschrieb sie die Person als weder Laowai noch weiß noch Schwarz, sondern irgendwo dazwischen. Wäre die Person weiß gewesen, hätte sie sie einfach als neuen Laowai-Nachbarn bezeichnet.
Ja, ich weiß, dass Laowai im Wörterbuch nicht „weiße Person“ bedeutet. Im alltäglichen Sprachgebrauch tut es das aber ganz eindeutig.
https://blogs.transparent.com/chinese/10-things-i-hate-about-china/
Das Wort stört mich nicht so sehr wie andere Ausländer hier. Nachdem es mir fünf Jahre lang ständig zugerufen wurde, habe ich es jedoch satt. Es spielt keine Rolle, wie lange man in China bleibt – man wird immer „Laowai“ sein. Man kann fließend Chinesisch sprechen, Tai-Chi üben, hervorragende Teigtaschen zubereiten und Gedichte aus der Tang-Dynastie mit Wasserkalligrafie schreiben; sieht man nicht wie die Einheimischen aus, bleibt man dennoch nur ein „Laowai“. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mich trotz fünf Jahren mit Unterbrechungen in China nicht langfristig binden möchte. Ich lerne weniger Chinesisch, suche weniger chinesische Freunde und versuche mich weniger in die Kultur zu integrieren, als ich sollte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich weiß: Ganz gleich, wie sehr ich mich bemühe, ich bleibe nur ein weiterer „Laowai“.
