China führt schrittweise fünfjährige Arbeitserlaubnisse für Ausländer ein und verringert damit den Aufwand
Für alle, die möglichst unkompliziert in China leben und arbeiten möchten, reißen die guten Nachrichten nicht ab.
Chinas Ministerium für öffentliche Sicherheit kündigte am vergangenen Donnerstag ein neues Pilotprogramm an, nach dem Ausländer, die mindestens zwei Jahre in Folge in China gearbeitet haben, eine fünfjährige Arbeitserlaubnis beantragen können.
Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen System, bei dem die meisten Expats jedes Jahr eine neue Arbeitserlaubnis beantragen müssen, selbst wenn sie einen mehrjährigen Arbeitsvertrag haben.

Das Pilotprogramm soll laut Caixin noch in diesem Jahr in neun Städten und Provinzen eingeführt werden, darunter Beijing, Wuhan und die Provinz Hebei, sowie in elf Freihandelszonen, darunter jene in Tianjin, Chongqing und Henan.
Zugleich wurde ein weiteres Programm skizziert: Ausländer, die mehr als vier Jahre in Folge in China gelebt und sich dabei in jedem Jahr mindestens sechs Monate im Land aufgehalten haben, sollen eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis beantragen können, sofern sie bestimmte Einkommens- und Einkommensteuergrenzen erfüllen. Einzelheiten zu diesem Plan wurden allerdings noch nicht veröffentlicht.
In jüngster Zeit hat China immer mehr Maßnahmen eingeführt, um hoch qualifizierte internationale Fachkräfte ins Land zu holen, und dafür Aufenthalts- und Einreisebestimmungen gelockert. Dadurch erhielten 2016 insgesamt 1.576 Ausländer eine neue dauerhafte Aufenthaltserlaubnis – 163 % mehr als im Vorjahr.
Passend zu dieser neuen Ära der „Offenheit“ kündigte China im Januar an, dass internationale Absolventen mit Masterabschluss einer chinesischen oder „renommierten“ ausländischen Universität nun unmittelbar nach dem Abschluss ein Z-Visum erhalten können. Die bisherige Voraussetzung von zwei Jahren Berufserfahrung nach dem Studium entfällt.
Gleichzeitig geht China auch gegen weniger qualifizierte Laowai vor, führt ein Bewertungssystem ein, das Expats nach ihrem „Talent“ einstuft, und verbietet in manchen Regionen Englischunterricht durch Lehrkräfte, die keine Muttersprachler sind.
Quelle: shanghaiist.com


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