Inhaltshinweis: Dieser Artikel behandelt rassistischen Missbrauch und die Ausbeutung von Kindern. Er gibt den rassistischen Sprechchor sinngemäß wieder und wiederholt die im Originalvideo verwendete Beleidigung nicht.
Aktualisiert am 7. August 2026: Der ursprüngliche Kommentar aus dem Jahr 2020 stützte sich auf Beiträge in sozialen Medien und enthielt weitreichende, nicht überprüfte Vorwürfe. Eine spätere BBC-Recherche und ein Gerichtsverfahren in Malawi belegten einen enger umrissenen Sachverhalt. Diese Fassung bewahrt den historischen Kontext, trennt verifizierte Berichterstattung von Spekulationen und entfernt unbelegte Behauptungen.
Was spätere Berichte belegten
Im Jahr 2022 verfolgte die BBC-Africa-Eye-Dokumentation Racism for Sale ein virales Video bis zu einem Dorf in der Nähe von Lilongwe in Malawi zurück. Darin wurden junge Kinder angewiesen, einen rassistischen Satz über sich selbst auf Mandarin nachzusprechen, ohne dessen Bedeutung zu verstehen. Die Recherche identifizierte Lu Ke als Produzenten und berichtete, dass er zahlreiche personalisierte Grußvideos mit Kindern aus der Umgebung herstellte und verkaufte.
Im Juli 2023 verurteilte ein Gericht in Lilongwe Lu Ke zu zwölf Monaten Haft, nachdem es ihn für schuldig befunden hatte, Kinder für rassistische Ausbeutung angeworben zu haben. Berichten zufolge hatte er diese Zeit bereits in Untersuchungshaft verbüßt, musste Malawi verlassen, erhielt ein dauerhaftes Einreiseverbot und zahlte den Opfern eine Entschädigung.
Die chinesische Botschaft in Malawi verurteilte Rassismus öffentlich, bezeichnete den Vorgang als Einzelfall und erklärte, China und Malawi teilten eine Haltung der Nulltoleranz gegenüber Rassismus.
Was diese Seite nicht behauptet
Der dokumentierte Fall rechtfertigt es nicht, alle chinesischen Menschen, chinesische Einwohner Afrikas oder Nutzer chinesischer sozialer Medien verantwortlich zu machen. Die Spekulationen der ursprünglichen Seite über andere Straftaten, eine plattformweite Kenntnis der Polizei und die Einnahmen einer gesamten Branche waren durch die dort vorgelegten Belege nicht gestützt und wurden entfernt.
Der zentrale dokumentierte Schaden ist bereits schwerwiegend: Kinder, die kein Mandarin verstanden, wurden dazu benutzt, für zahlende Kundschaft erniedrigende rassistische Botschaften vorzutragen. Snacks, Geschenke, Zahlungen oder der Hinweis auf Wohltätigkeit belegen für sich allein weder eine informierte Einwilligung noch faire Behandlung oder den Schutz der Würde eines Kindes.
Geprüfte Quellen
- BBC Africa Eye: Racism for Sale
- Africanews mit AFP: Verurteilung, Strafe, Entschädigung und Ausreiseanordnung
- Chinesische Botschaft in Malawi: Pressemitteilung vom 16. Juni 2022
Diese Aktualisierung fasst die spätere Recherche und den berichteten Ausgang des Gerichtsverfahrens zusammen. Sie veröffentlicht keine identifizierbaren Bilder der Kinder erneut und behandelt ungeprüfte Behauptungen aus dem ursprünglichen Kommentar nicht als Tatsachen.
