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Internationale Studierende sitzen monatelang auf Universitätsgeländen fest

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Schon bevor Beijing Ende April seine Risikostufe senkte, begannen viele Wohnanlagen sich zu öffnen und ließen Liefer- und Servicedienste problemlos hinein. Während die Beschränkungen weiter gelockert werden und manche Wohnanlagen inzwischen sogar private Besuche erlauben, fragen sich internationale Studierende, wann ihre Universitäten dasselbe tun werden.

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Dafür haben sie guten Grund, denn im Grunde sitzen sie seit Januar auf dem Campus fest.

Im Raum Beijing schlossen Universitäten mit der Ausbreitung der Pandemie ihre Tore. Die meisten einheimischen Studierenden kehrten zum chinesischen Neujahr nach Hause zurück und setzten ihr Studium online fort.

Für internationale Studierende, die keine Flugtickets nach Hause bekommen konnten, nicht genug Geld dafür hatten oder nicht wussten, wann sie zur Fortsetzung ihres Studiums zurückkehren könnten, war die Heimreise jedoch nicht so einfach.

TheBeijinger sprach mit mehreren internationalen Studierenden, die nach eigenen Angaben nie eine Ein- und Ausgangserlaubnis erhalten hatten. Sobald sie den Campus verließen, konnten sie daher praktisch nicht in ihre Wohnheime zurückkehren.

Ein Student der Beijing Film Academy sagte, der Campus könne Studierenden bei „Notwendigkeit“, etwa für einen Bankbesuch, eine zweistündige Ausgangserlaubnis erteilen. Während der Feiertage zum 1. Mai seien auch längere, mehrere Stunden gültige Erlaubnisse ausgestellt worden.

„Es ist unklar, wie und wann sich die Situation entwickeln wird“, sagte der Student. „Es scheint, als ändere sich alles von Tag zu Tag.“

„Ich habe mich entschieden zu bleiben, weil ich der chinesischen Regierung vertraue“, sagte uns ein anderer Student.

Er gehört zu einigen Dutzend internationalen Studierenden, die sich entschieden, an der Beijing Normal University auszuharren, wo er Umweltwissenschaften studiert.

Studierende auf diesem Campus dürfen sich auf dem Gelände treffen, jedoch nicht gegenseitig in ihren Wohnheimen besuchen.

TheBeijinger rief außerdem mehrere Universitätsverwaltungen an. Dort konnte man weder sagen, von wem die Anordnung zur Schließung der Campusgelände stammte, noch wie lange sie gelten würde.

TheBeijinger wurde jedoch mitgeteilt, dass eine Wiederöffnung rechtzeitig angekündigt werde, damit zurückkehrende Studierende ihre Reise planen könnten.

Während große Teile Beijings zur Normalität zurückkehren, wird immer deutlicher, dass gerade die Einrichtungen diese Studierenden im Stich lassen, von denen sie sich bessere Zukunftschancen erhofft hatten.

Quelle: Joey Knotts über theBeijinger

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