2003 kam der junge Senegalese Su La erstmals nach Yiwu, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 16 Jahre später war er ein bekannter Unternehmer in Yiwu und sogar in Afrika. Sein Handelsunternehmen erzielte zu diesem Zeitpunkt einen Jahresumsatz von 500 Millionen Yuan und versandte monatlich 200 bis 300 Container mit Waren nach Afrika. In den großen Medien seiner Heimat wurde er deshalb als „ein in China gemachter Mann“ bezeichnet.
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2001 kam Su La erstmals allein nach Guangzhou in China, um mit Kleidung zu handeln. Er kaufte Kleidung und verkaufte sie in Senegal, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Zwei Jahre später wollte er sich verändern und in den Eisenwarenhandel einsteigen. Ein Freund empfahl ihm dafür Yiwu. Er reiste dorthin und blieb unerwartet 16 Jahre.
Als Geschäftsmann stellte er fest, dass Eisenwaren in Yiwu günstiger waren, ihre Qualität aber mit Produkten aus Dubai und Hongkong vergleichbar war, wo er zuvor Handel betrieben hatte.
„Als ich die Eisenwaren erstmals zum Verkauf in meine Heimat brachte, hielt ich meinen Preis für hoch und dachte, ich könne viel Gewinn machen. Tatsächlich verdiente ich damit mein erstes richtiges Geld. Doch alle Käufer in meinem Land hielten mich für verrückt, weil der Preis viel zu niedrig war. Das schockierte mich“, erinnerte sich Su La.
Danach flog Su La alle 45 Tage von Dakar nach Yiwu, blieb dort zwei Wochen und nahm zwei oder drei Container mit Waren zurück. Die häufigen Kurzreisen erschwerten ihm ein tieferes Verständnis von Yiwu. Deshalb eröffnete er 2007 eine Repräsentanz in Yiwu, um sein Geschäft zu stabilisieren. 2012 gründete er mit Unterstützung einer Förderregelung ein weiteres Handelsunternehmen. Sein Geschäft weitete sich auf weitere afrikanische Länder und mehr als ein Dutzend Branchen aus, darunter Geschirr, Schmuck und Spielzeug. Es umfasste über tausend Warenarten und exportierte monatlich 200 bis 300 Container.
2013 wurde Su La zum Schlichter des Volksmediationsausschusses für auslandsbezogene Streitigkeiten in Yiwu ernannt. Gegenüber Journalisten erklärte er, Yiwu gehöre zu den Orten mit besonders intensivem Handel zwischen chinesischen und ausländischen Geschäftsleuten; dabei ließen sich Streitigkeiten gelegentlich nicht vermeiden.
Der Einsatz ausländischer Schlichter sei zudem eine respektvolle Geste gegenüber beiden Seiten.
Bis dahin hatte Su La Dutzende auslandsbezogene Streitigkeiten erfolgreich geschlichtet. Seiner Ansicht nach sollte er nicht nur ausländischen Geschäftsleuten bei Problemen helfen, sondern gemeinsam mit den Menschen in Yiwu auch das Profil der Stadt als internationale Metropole stärken.
„Heute habe ich keine Angst mehr davor, groß zu denken. Yiwu hat mir eine Idee gegeben. Solange man hart arbeitet und seinen Beitrag leistet, können sich Möglichkeiten eröffnen. Der Hafen von Yiwu befindet sich in der zweiten Bauphase – warum also nicht schon an Phase drei denken? Wir sollten gemeinsam mit dieser Stadt Fortschritte machen. Meeresfrüchte, Erdnüsse und Holzstämme aus Senegal sind in China beispielsweise sehr beliebt. Wenn ich die Gelegenheit bekomme, werde ich ein Importgeschäft aufbauen und Produkte aus meiner Heimat nach Yiwu und China bringen“, sagte Su La.
Quelle: JobTubeDaily
