Beitrag

Chinesische Vermittler wegen Anwerbung illegal beschäftigter Lehrkräfte FESTGENOMMEN

Wiederhergestelltes Video zu „Chinesische Vermittler wegen Anwerbung illegal beschäftigter Lehrkräfte festgenommen“

Behördenvertreter forderten eine strengere Regulierung ausländischer Lehrkräfte an chinesischen Schulen, nachdem drei chinesische Vermittler zu jeweils ein bis zwei Jahren Haft verurteilt worden waren. Sie hatten bei der Anwerbung ausländischer Kindergartenlehrkräfte ohne Lehrqualifikation oder Arbeitsvisum geholfen.

Chinesische Vermittler wegen Anwerbung illegal beschäftigter Lehrkräfte FESTGENOMMEN
Offizieller WeChat-Account: ExpatRights

Das Mittlere Volksgericht Nr. 3 in Beijing verurteilte die Vermittler am Dienstag und verhängte gegen jeden eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Yuan (1.490 US-Dollar), weil sie die Ausländer trotz Kenntnis der fehlenden Arbeitsvisa und Lehrqualifikationen an Kindergärten in Beijing vermittelt hatten.

Die Vermittler organisierten den Einsatz von Ausländern mit Touristen- oder Studienvisa in den Kindergärten und behaupteten gegenüber einigen von ihnen fälschlich, sie dürften dort auch ohne Arbeitsvisum arbeiten. Zudem wiesen sie die Kindergärten an, Ausländer ohne Qualifikation vor Polizeikontrollen zu verstecken.

Den drei Personen wurde vorgeworfen, "Menschen zum heimlichen Überschreiten der Staatsgrenze organisiert" zu haben, weil sie für die Ausländer einen falschen Einreisegrund angegeben und dadurch die staatliche Grenzverwaltung erheblich gestört hatten.

Der Fall fand in sozialen Medien große Aufmerksamkeit, insbesondere unter Eltern, die großen Wert auf den Englischunterricht ihrer Kinder legten.

Einige Schulen und Kindergärten stellten sogar Ausländer aus nicht englischsprachigen Ländern ein.

Ausländer, die in China Sprachunterricht erteilen, benötigen ein Arbeitsvisum, mindestens einen Bachelorabschluss, wenigstens zwei Jahre unterrichtsbezogene Berufserfahrung und ein einwandfreies Führungszeugnis.

Ein australischer Hochschulabsolvent, der in einem Kindergarten in Beijing Englisch unterrichtet, sagte, er sei mit einem Touristenvisum eingestellt worden und habe das Arbeitsvisum nach etwa einem Monat im Kindergarten erhalten. Dies sei in Kindergärten ein übliches Vorgehen.

"Die Anforderungen an die Einstellung ausländischer Lehrkräfte werden derzeit strenger und stärker reguliert", sagte ein Mitarbeiter einer in Beijing ansässigen Vermittlungsagentur, die Kindergärten bei der Einstellung ausländischer Lehrkräfte unterstützt.

Wer als Englischlehrer arbeiten wolle, müsse aus einem Land kommen, in dem Englisch Muttersprache ist, sagte der Mitarbeiter.

Nach dem Bewerbungsverfahren mit Lebenslauf, Online- und Präsenzgespräch sowie einer Probestunde müsse der Bewerber ein Führungszeugnis und einen Hochschulabschluss in einem bildungsbezogenen Fach vorlegen, erklärte der Vermittler.

Besitze der Bewerber keinen berufsbezogenen pädagogischen Nachweis, müsse er ein Zertifikat für das Unterrichten von Englisch als Zweitsprache vorlegen, sagte der Mitarbeiter.

Chinas Bildungsministerium und fünf weitere zentrale Regierungsstellen starteten am Montag eine landesweite Kampagne auf Online-Bildungsplattformen.

Namen, Fotos, Lehrqualifikationen, Bildungsweg sowie Berufs- und Unterrichtserfahrung ausländischer Beschäftigter müssen auf der Onlineplattform der Agentur angezeigt werden.