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Englischlehrer in China werden – ohne weitere Fragen.

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Der heutige Markt für ausländische Lehrkräfte auf dem chinesischen Festland gleicht einem Goldrausch: Chancen gibt es im Überfluss, Vorschriften nur wenige, und wer schnell Geld verdienen will, kann hohe Gewinne erzielen.

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Das chinesische Festland ist ein riesiger Markt für Englischunterricht.

Es gibt weit mehr als 100.000 Schulen und Institute – von Abendschulen bis zu privaten Sprachschulen – und der Markt wird auf einen Jahreswert von über 30 Milliarden Yuan geschätzt.

Die unersättliche Nachfrage nach Englischunterricht hatte die Stellensuche für die meisten Muttersprachler, besonders für weiße, zu kaum mehr als einer Formalität gemacht.

Onlineforen für Expats sind voller Stellenanzeigen von Schulen und Sprachinstituten, die Lehrkräfte für Lernende aller Altersgruppen suchen. Internationale Webseiten für Englischlehrkräfte wie Dave's ESL Café listen zudem Hunderte Stellen im ganzen Land.

Die Bewerbung ist meist unkompliziert; häufig genügt bereits ein Lebenslauf.

Viele Schulen verlangen weder Hintergrundprüfungen noch Referenzen oder Qualifikationsnachweise.

Nur mit einem einfachen Lebenslauf ausgestattet, können Sie eine Sprachschule in einem modernen Hochhaus betreten und sofort aufgefordert werden, sich dort als Lehrkraft registrieren zu lassen – ohne Vorstellungsgespräch, weitere Fragen, Visumprüfung oder Hintergrundkontrolle.

Viele Lehrkräfte sind nicht qualifiziert und besitzen kein Zertifikat eines international anerkannten Programms für Englischunterricht und -prüfungen. Wegen der enormen Nachfrage nach englischen Muttersprachlern erhalten sie dennoch Stellen.

In den vergangenen Jahren erschütterten mehrere aufsehenerregende Skandale das chinesische Festland, die aus mangelnder Sorgfalt bei der Einstellung einheimischer und ausländischer Lehrkräfte entstanden.

In manchen Fällen erhielten Personen mit zweifelhaftem Hintergrund eine Lehrstelle.

Die zwielichtigeren Bereiche des Marktes werden von Vermittlern beherrscht, sogenannten „Beratungsgruppen“, die Lehrkräfte gegen Gebühr mit Schulen zusammenbringen oder nicht zugelassene Lehrzertifikate verkaufen.

Es gibt zahllose Horrorgeschichten über ausländische Lehrkräfte, die auf dem chinesischen Festland getäuscht oder um Geld gebracht wurden. Neben Stellenanzeigen sind Onlineforen voller Berichte über Schulen, die über Nacht schließen, Gehälter nicht zahlen oder Schlimmeres tun.

Die Gehälter ausländischer Lehrkräfte sind wettbewerbsfähig. Die meisten Vollzeitstellen an weiterführenden Schulen zahlen jährlich zwischen 120.000 und 500.000 Yuan. Einheimische Lehrkräfte verdienen üblicherweise zwischen 60.000 und 120.000 Yuan pro Jahr.

Quelle: https://www.scmp.com/news/china/article/1594188/become-native-english-teacher-china-no-questions-asked