Beitrag

RAZZIA gegen Verkäufer pakistanischer Ehefrauen in Shandong

Wiederhergestelltes Video zu „RAZZIA gegen Verkäufer pakistanischer Ehefrauen in Shandong“

Die örtlichen Behörden in Heze in der ostchinesischen Provinz Shandong verstärken ihre Bemühungen, illegale Heiratsvermittlungen zu schließen, die pakistanische Frauen an chinesische Männer vermitteln.

Offizieller WeChat-Account: ExpatRights
ExpatRights.org

Ein Mitarbeiter des Amts für Zivilangelegenheiten in Heze mit dem Nachnamen Liu bestätigte am Montag, dass die örtlichen Behörden untersuchen, ob Heiratsvermittler in den Dörfern und Kreisen ihres Zuständigkeitsgebiets illegale grenzüberschreitende Eheschließungen vermitteln.

Auf der beliebten Video-App TikTok, die in China als Douyin bekannt ist, finden sich zahlreiche Videos von Hochzeiten pakistanischer Frauen mit chinesischen Männern. Viele dieser Videos sollen in Shandong aufgenommen worden sein, einer der bevölkerungsreichsten Provinzen Chinas.

China arbeite mit pakistanischen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um gegen illegale Heiratsvermittler vorzugehen, und weise Berichte pakistanischer Medien über Menschenhandel und Organverkäufe zurück, erklärte ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Pakistan am Samstag in einer Pressemitteilung.

„Sowohl China als auch Pakistan bekennen sich zur Rechtsstaatlichkeit und lehnen Menschenhandel sowie den Verkauf menschlicher Organe entschieden ab“, hieß es in der Mitteilung. Weiter hieß es, „sowohl chinesische als auch pakistanische junge Menschen sind Opfer dieser illegalen Vermittler“.

Seit Februar arbeiten das Amt für Zivilangelegenheiten, die örtliche Polizei und die Marktaufsichtsbehörden in Heze zusammen, um illegale Vermittlungszentren mit Auslandsbezug zu schließen und die gesetzlichen Rechte von Frauen zu schützen, berichtete die in Shandong ansässige Qilu Evening News am 26. Februar.

Zwei illegale Zentren im Kreis Caoxian der Stadt Heze, die Männer aus der Region angeblich gegen mehr als 100.000 Yuan (15.000 US-Dollar) an Frauen aus Pakistan vermittelten, wurden dem Bericht zufolge am 21. Februar durchsucht.

Einige Vermittlungszentren in Heze verbreiteten während der vergangenen Frühlingsfestferien unter jungen Menschen Informationen über grenzüberschreitende Ehen und verlangten hohe Summen für die Vermittlung ausländischer Frauen.

Ein Heiratsvermittler mit dem Nachnamen Li, der für eine Vermittlungsagentur in Dezhou in der Provinz Shandong arbeitet, sagte, für Männer vor Ort sei es nicht leicht, eine Ehefrau zu finden, insbesondere wegen des stark unausgewogenen Geschlechterverhältnisses.

Lis Zentrum hilft unverheirateten Männern aus der Region, für die Suche nach einer Ehefrau nach Pakistan zu reisen, und verlangt dafür 180.000 Yuan. Darin enthalten sind Hin- und Rückflüge, die Unterkunft in Pakistan, Verlobungsgeschenke für die Familie der Braut, die Gebühren für ihr Visum und ihr Flugticket nach China.

„Die Gebühren für die rechtlichen Dokumente und Bescheinigungen, die die Frauen für die Einreise nach China benötigen, sind enthalten“, sagte Li. Das Verfahren dauere etwa zwei Monate.

Vor dem Flug nach Pakistan solle der chinesische Mann Fotos von sich sowie Nachweise, Fotos oder Videos seiner Wohnung und seines Eigentums schicken. Wenn die Agentur eine Frau finde, die an ihm interessiert sei, werde ein Treffen organisiert, sagte Li.

Li sagte, seine Agentur habe bereits mehrere Paare erfolgreich zusammengebracht. Er versprach, dass Kunden ein zweites Mal nach Pakistan reisen könnten, um eine andere Ehefrau zu finden, falls die Ehe keine zwei Monate halte.

Nach einer Mitteilung des Generalbüros des Staatsrats zu grenzüberschreitenden Eheschließungen verbietet China Heiratsvermittler, die solche Ehen vermitteln.

„Mit der Ausweitung des Geschäfts dieser Heiratsvermittler könnte es zu grenzüberschreitendem Betrug und Frauenhandel kommen. Sobald die Ehe jedoch legalisiert wurde, ist es schwierig, Beweise zu sammeln und Ermittlungen anzustellen“, sagte Liu Yafei, Anwalt bei der Pekinger Kanzlei Lantai Partners.

Botschaften könnten mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um Beweise für illegale Vermittlungsaktivitäten bereitzustellen, sagte der Anwalt.

„Wir begrüßen auch sachdienliche Hinweise zur Bekämpfung solcher Straftaten. Zugleich hoffen wir, dass Berichte auf Tatsachen beruhen. Wir hoffen, dass die Öffentlichkeit irreführenden Informationen keinen Glauben schenkt und gemeinsam zum Schutz der chinesisch-pakistanischen Freundschaft beiträgt“, hieß es in der Mitteilung der chinesischen Botschaft in Pakistan.

Mehrere Partnervermittlungen in China bestätigten, dass sie pakistanische Frauen an chinesische Männer vermittelt hatten. Einige hätten das Geschäft jedoch eingestellt, weil Visa zu schwer zu erhalten seien.

Quelle: Global Times