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Noch ein RASSISTISCHER „Afrika retten“-Film: Golden Job 🌍

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Für Fans des chinesischen Actionkinos ist „Golden Job“ bemerkenswert, weil er die Stars der Hongkonger Krimifilmreihe „Young and Dangerous“ aus den 1990er-Jahren wiedervereint.

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Für alle, die interessiert, wie China sich der Welt präsentiert, ist der auf drei Kontinenten spielende „Golden Job“ ein weiteres faszinierendes Beispiel dafür, wie das Land seine kulturelle Soft Power demonstriert.
Als Film ist „Golden Job“ jedoch nur ein gewöhnlicher Heist-Film, der die gewitzte Kameraderie von „Ocean’s Eleven“ mit dem weltumspannenden, hochgezüchteten Imponiergehabe der „Fast & Furious“-Filme verbinden will. Das Ergebnis ist allerdings deutlich weniger als die Summe seiner ohnehin vorhersehbaren Teile.
Lion (Ekin Cheng) führt eine Gruppe von fünf „Brüdern“ an – sie lernten sich als Kinder in einem Waisenhaus kennen und betrachten einander als Familie. In einer Robin-Hood-artigen Mission wollen sie einem Pharmaunternehmen wertvolle und teure Medikamente stehlen, um afrikanischen Kindern zu helfen. Lions Freundin arbeitet irgendwo in Afrika für eine chinesische Hilfsorganisation – niemand macht sich die Mühe zu sagen, in welchem der 54 afrikanischen Länder.
Doch die Mission geht schief. Der von ihnen gekaperte Lastwagen transportiert keine Medikamente, sondern Goldbarren, und der Mann, für den der Schatz bestimmt war, ist darüber alles andere als erfreut.
An zahlreichen malerischen Schauplätzen gedreht – in Montenegro, der Mongolei, Ungarn, Japan, Taiwan und China – und mit einer Symphonie aus Explosionen, Schüssen und Autounfällen gefüllt, bedient „Golden Job“ die Grundlagen des Genres. Der zum Regisseur und Co-Autor gewordene Stuntkoordinator Kar Lok Chin spart weder an Pyrotechnik noch an Action. Doch wie der austauschbare Rock und Hip-Hop im Soundtrack wirkt alles aus anderen, besseren Filmen entliehen.
Anders als „Wolf Warrior II“, der chinesische Actionhit von 2017 über einen mutigen und kämpferischen chinesischen Helden, der Afrikanern zu Hilfe kommt, ist dieser Film in seiner Darstellung der Menschen, denen geholfen werden soll, zumindest nicht derart offenkundig anstößig. Man könnte „Wolf Warrior II“ den Anti-„Black Panther“ nennen. (Nur ein sehr kleiner Teil von „Golden Job“ spielt tatsächlich in Afrika.)
Wenn der Abspann schließlich vor zusätzlichem Filmmaterial läuft und die Stars gemeinsam ein Lied singen, reicht das jedoch nicht aus, um „Golden Job“ davor zu bewahren, bloß Katzengold zu sein.